Weltweit driften die verschiedenen Gesellschaftsgruppen immer mehr auseinander. Die Konsensgesellschaft der vergangenen Jahrzehnte kommt unter Druck und die Glaubwürdigkeit ihrer Repräsentanten nimmt ab. Die Zukunftsängste in immer grösseren Bevölkerungsschichten wachsen, zusammen mit dem Gefühl, dass der Einzelne nicht mehr ernst genommen wird. In einer immer komplexeren Welt will der Mensch die Kontrolle zurück und sehnt sich nach einfachen Entscheiden.
Am ersten Abend der Wenkenhofgespräche stehen die Ursachen dieser Entwicklung im Vordergrund, ihre geschichtliche Einordnung und die Frage, welche Probleme und Veränderungen muss die Gesellschaft bewältigen, damit das Zusammenarbeiten und Zusammenleben auch in Zukunft funktionieren kann.
Im Zentrum des zweiten Abends der Wenkenhofgespräche stehen konkrete Auswirkungen der neuen Weltordnung auf unsere Gesellschaft. Was bedeutet es, dass die Konkurrenz und der Verteilkampf zunehmen, die Toleranz schwindet und unsere Experten und Repräsentanten immer mehr in Zweifel gezogen werden. Woran orientieren wir uns in Zukunft, wie sieht eine entsprechende Gesellschaft aus und welches sind die Chancen und Risiken einer solchen Entwicklung. Wie reagieren wir, wenn die Gesellschaftsverträge durchlöchert oder aufgelöst werden und was ändert sich für die Schweiz mit dieser globalen Neuausrichtung?
Impressionen
Donnerstag, 11. Mai
Peter Achten Journalist
Jens Lucht Medien- und Politikwissenschaftler, fög/Universität Zürich
Christoph Mörgeli Politiker und Medizinhistoriker
Damir Skenderovic Professor für Zeitgeschichte, Universität Fribourg
Freitag, 12. Mai
Anita Fetz Ständerätin
Roger Köppel Nationalrat, Verleger und Chefredaktor «Die Weltwoche»
Claude Longchamp Politologe, Verwaltungsratspräsident gfs.bern
Peter Schneider Psychoanalytiker und Kolumnist
Moderation Patrick Rohr






